Ruhrhöhenweg Witten-Wetter

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Es ist Sonntag, die Sonne lacht, was gibt es da schöneres als in der Natur zu wandern. Für besagten Sonntag, den 12.04.15 habe ich mir das 12km lange Teilstück des Ruhrhöhenweges von Witten nach Wetter ausgesucht. Nach einer bequemen Anreise per Zug ging es um 11:30 Uhr los. In meiner Wanderapp habe ich mir die bereits vorbereitete Tour aufgerufen und gestartet. Parallel dazu kramte ich meinen Wanderführer „Ruhrgebiet“ heraus und blätterte die entsprechende Route auf. Los ging es vom Bahnhof in Witten. Zunächst ging ich rechts die Hauptstraße entlang, bis zu einem Kreisverkehr, wo ich rechts unter einer Brücke und dann anschließend wieder links entlang der Bahntrasse weiterlief. Hinter dem Eisenbahnviadukt Ruhrtal geht links eine Straße hoch nach Hohenstein, welcher ich folge. An einer Minigolfanlage vorbei habe ich die Möglichkeit entweder weiter der Straße zu folgen oder rechts einen kleinen Weg zu laufen. Laut Wanderführer sollte ich die Straße weiterlaufen, was ich auch brav gemacht habe. Die App hat mir übrigens das gleiche empfohlen. Warum allerdings, entschließt sich mir bis heute nicht. Der kleine Weg ist wesentlich kürzer und mehr als Bäume kann man entlang der Straße auch nicht sehen. Abgesehen von den fahrenden Autos. Auf jeden Fall hatte ich meinen ersten Anstieg zu bewältigen, der auch gleich sehr anspruchsvoll war. Oben angekommen habe ich am Berger Denkmal eine kleine Fotopause eingelegt. Hier hätte man eine Verpflegungspause einlegen können. Das war mir aber zu früh. Vom Berger Denkmal aus hatte man auf jeden Fall einen wunderschönen Ausblick ins Ruhrtal. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass das die einzig schöne Aussicht ins Ruhrtal war, wäre ich dort etwas länger verblieben. Nach der kleinen Fotopause folgte ich dann weiter einem Waldweg und habe mich da an die Wegmarkierungen XR bzw. X gehalten. So kam ich am Wanderparkplatz Kohlensiepen aus. Ich überquerte die Hauptstraße und bog in den Wartenbergweg ein. Hier folgt man bei starkem Anstieg dem zunächst asphaltierten Weg. Auffällig waren die vielen kleinen Häuser, dieWartenbergweg_Anfang sich im Wald versteckten. An einem dieser Häuser führte der Weg rechts auf einen Schotterweg weiter. Hinter einer Waldarbeiter-Baustelle geht es nach einer Spitzkehre ziemlich steil bergab. Hier begegnete man auch Mountainbikefahrer, die den Berg entweder hinunter gerast oder sich den Berg hinauf gequält haben. Am Gederbachweg ausgekommen hält man sich rechts und folgt dem asphaltierten Weg bis zu einem Steg, der über einen kleinen Bach führt. Hier geht es wieder steil bergauf in den Wald hinein. Immer dem X folgend kam ich an Reiterspielhöfen und beeindruckenden Privatanwesen vorbei. Da weit und breit keine Einkehrmöglichkeit zu sehen war, machte ich schließlich mitten im Wald meine Pause. Natürlich wurde ich währenddessen von Fahrradfahrern gefragt, wie man hier wo hinkommt. Super, dachte ich. Ich kenne mich hier selber nicht aus und soll anderen helfen. „Sorry, ich kenne mich hier selber nicht aus“, war dann natürlich meine Antwort. Nach einem kurzen Pläuschchen mit den Fahrradfahrern ging es dann weiter. Meinem Weg weiter folgend kam ich an der Ender Talstraße aus. Hier musste ich ca. 100m an der Strasse entlang. Blöd war nur, dass es hier keinen Bürgersteig gab und ein reger Autoverkehr herrschte. So war ich froh, wieder in den Wald hineingehen zu dürfen. Dank meiner Wanderapp habe ich auch den richtigen Weg gefunden. Nach kurzer Zeit kam ich am Haus Schede vorbei. Hier befindet sich die Grabstätte von FriedriHaus_Schedech Harkort (1793-1880). Den Weg weiter folgend habe ich dann auch schon mein Ziel, den Ort Wetter, erreicht. Zu meiner Freude fand dort ein kleines Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag statt, so dass ich mich bei einer Bratwurst und einem Bier stärken konnte. Nach einem kurzen Spaziergang zum und am nahegelegenen Harkortsee ging es dann mit dem Zug wieder zurück nach Gelsenkirchen.

Fazit: Ich hatte mir von der Wanderung etwas mehr versprochen. Die Anstiege entsprachen zwar meinen Vorstellungen und waren eine gute Vorbereitung auf meinen Wanderurlaub im Mai. Allerdings gab es aus meiner Sicht viel zu viel Wald und viel zu wenig Aussicht. Hinzu kamen immer unterschiedliche Wegmarkierungen. zwar war das X prägent für diesen Weg, wechselte sich aber immer wieder mit zusätzlichen Buchstaben ab, so dass man sich leicht verlaufen könnte. Auch die Vorbereitung mit der Wanderapp erwies sich als Goldrichtig. Wenn ich nur nach dem Buch gelaufen wäre, weiß ich nicht, wo ich mich evtl. verlaufen hätte. Insgesamt gesehen muss ich diese Tour nicht unbedingt noch einmal laufen. Eine Karte vom Wanderweg findet Ihr hier

Harkortsee

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